VAT Consulting AG

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9.2 Ausschluss

Während im unternehmerischen Bereich der Vorsteuerabzug grundsätzlich gegeben ist, besteht im nicht unternehmerischen Bereich kein Anspruch auf Abzug der Vorsteuern. Vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen sind folglich Vorsteuern auf Gegenständen oder Dienstleistungen, die für einen nicht unternehmerischen Bereich verwendet werden, wie beispielsweise für den privaten oder hoheitlichen Bereich.

 

Beispiel 16:

Ein Garagist (Einzelfirma) bezieht Ersatzteile für die Reparatur der Motorfahrzeuge seiner Kunden sowie für seinen eigenen Bedarf. Der Garagist darf den Vorsteuerabzug nur für den Bezug der Ersatzteile für Kunden tätigen. Die Verwendung der Ersatzteile für den privaten Bedarf stellt keine unternehmerische Tätigkeit dar, weshalb der Vorsteuerabzug ausgeschlossen ist.

 

Kein Anspruch auf Vorsteuerabzug besteht auch bei Leistungen und bei der Einfuhr von Gegenständen, die für die Erbringung von Leistungen verwendet werden, die gem. Art. 21°MWSTG von der Steuer ausgenommen sind und für deren Versteuerung nicht durch offenen Ausweis der Steuer optiert wurde (Art. 29°Abs.°1°MWSTG). Der Vorsteuerabzug steht dem Unternehmer unabhängig davon zu, ob für gleichartige, im Inland erbrachte Leistungen optiert wurde oder nicht. Ist die Option nicht möglich, besteht kein Anspruch auf Vorsteuerabzug. Vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen sind zudem die Steuerbeträge auf Aufwendungen, die nicht der unternehmerischen Tätigkeit zugeordnet werden können (z.B. Auslagen für Vergnügen).

 

Beispiel 17:

Die Beratungs- und Schulungs AG erbringt Leistungen in den Bereichen Vermögensanlagen und Bankenschulungen (nach Art 21 Abs. 2 Ziff. 11 MWSTG von der Steuer ausgenommene Leistung). Sie optiert für den Bereich der Bankenschulung und kann somit den vollen Vorsteuerabzug auf den dafür anfallenden steuerbelasteten Aufwendungen geltend machen.

 

Beispiel 18:

Die WebDesign AG wird per 01.02.11 gegründet. Sie schafft die für die Ausübung ihrer Tätigkeit notwendige Infrastruktur an und mietet Büroräumlichkeiten. Mangels Umsätzen ist die WebDesign AG von der Steuer befreit, kann aber auf die Befreiung von der Steuerpflicht verzichten (Art. 11 MWSTG), indem sie für spätere Verkäufe ihres Produktes optiert (Art. 39 MWSTV). Die Option ist auch nicht nach  Art.°22° Abs.°2MWSTG  ausgeschlossen. Die WebDesign AG kann den vollen Vorsteuerabzug geltend machen 

 

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