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9.10.1 Grundsatz

Der inländische Empfänger einer Dienstleistung, die unter Art.°8°Abs.°1°MWSTG fällt, hat diese der Bezugsteuer zu unterstellen, d.h. über die Leistung als Steuerschuldner gegenüber der Eidg. Steuerverwaltung abzurechnen. Für bereits steuerpflichtige Personen zählt die Limite von CHF 10‘000 nicht mehr, so dass bereits steuerpflichtige Personen neu grundsätzlich jeden Bezug von Dienstleistungen aus dem Ausland, welche dem Empfängerortprinzip gemäss Art.°8°Abs.°1°MWSTG unterliegen, zu versteuern haben.

 

Im Unterschied zu Art.°196° der MwStSystRL kann der Bezug von Leistungen der genannten Art die Steuerpflicht des inländischen Empfängers auch dann begründen, wenn es sich bei diesem um eine Privatperson handelt. Bei letzterer setzt die Steuerpflicht jedoch voraus, dass Bezüge für mehr als CHF 10’000 im Kalenderjahr getätigt werden.

 

Falls der Bezüger solcher Leistungen nicht bereits aufgrund eigener Umsätze steuerpflichtig ist (Art.°10°Abs.°1°MWSTG), beschränkt sich seine Steuerpflicht auf diese Bezüge. In der Folge kann er die von ihm entrichtete Steuer auf dem Bezug nicht in Abzug bringen. Dienen die bezogenen Leistungen hingegen der Erzielung steuerbarer Umsätze, so hat der Bezüger einen Anspruch auf Vorsteuerabzug (Art. 28°Abs.°1°Bst.°b°MWSTG). 

 

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