VAT Consulting AG

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9.10 Bezugsteuerpflicht

Die Bezugsteuer ist neu in einem eigenen Titel zusammengefasst, statt wie bis anhin an verschiedenen Stellen im Gesetz geregelt zu werden. Die Bezugsteuer ist in Art.°45°MWSTG als eigener Steuertatbestand geregelt, da dieser die Steuerpflicht von einem Unternehmen mit Sitz im Ausland auf den inländischen Bezüger von Dienstleistungen, deren Leistungsort ebenfalls im Inland liegt, übergehen lässt, um die Besteuerung sicherzustellen.

 

Aufgrund der zum 1. Januar 2010 in der Schweiz und in der EU erfolgten umfassenden Einführung des Empfängerortsprinzips als Grundtatbestand bei der Besteuerung von Dienstleistungen, hat die Bezugsteuer bei Leistungen durch einen ausländischen Leistungserbringer an einen in der Schweiz ansässigen Leistungsempfänger stark an Bedeutung gewonnen, weil ihr Anwendungskreis erheblich erweitert wurde.

 

Neu ist, dass Dienstleistungen, welche dem Erbringerortsprinzip unterliegen, die der Empfänger aber im Inland nutzt oder auswertet, nicht mehr von der Bezugsteuer erfasst werden (vgl. Art.°10°Bst.°b°aMWSTG). Hierdurch fällt die schwierige Beurteilung, in welchen Fällen eine inländische Nutzung und Auswertung erfolgt, ersatzlos weg.

 

Beispiel 28:

Die Beratungs GmbH in Rheinfelden (CH) bezieht ein Werbekonzept des Werbebüros Höfeler Stuttgart (DE). Die Übersetzerin in Paris erhält von der Transalp AG (CH) ein Honorar für Übersetzungsleistungen.

  

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9.10.1 Grundsatz

9.10.2 Einfuhr von Datenträgern

9.10.3 Lieferungen im Inland "ohne vorgängige Einfuhr"

 

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