VAT Consulting AG

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8 Rechnungsstellung und Steuerausweis

Auf Verlangen des Leistungsempfängers hat die steuerpflichtige Person eine Rechnung auszustellen, die sämtliche nachstehend aufgeführten Angaben enthält (Art.°26°Abs.°2°MWSTG): 

 

 

  • Name und Ort des Leistungserbringers, wie er im Geschäftsverkehr auftritt, sowie die Nummer, unter der er im Register der steuerpflichtigen Personen eingetragen ist (Bst. a),
  • Name und Ort des Leistungsempfängers, wie er im Geschäftsverkehr auftritt (Bst. b),
  • Datum oder Zeitraum der Leistungserbringung, soweit diese nicht mit dem Rechnungsdatum übereinstimmen (Bst. c),
  • Art, Gegenstand und Umfang der Leistung (Bst. d),
  • das Entgelt für die Leistung (Bst. e),
  • den anwendbaren Steuersatz und den vom Entgelt geschuldeten Steuerbetrag; schliesst das Entgelt die Steuer ein, so genügt die Angabe des anwendbaren Steuersatzes (Bst. f).

 

Kassenzettel für Beträge bis CHF 400 müssen keine Angaben über den Leistungsempfänger enthalten (Art.°26°Abs.°3°MWSTG i.V.m.°Art.°57°MWSTV).

 

Im Unterschied zu den Rechnungsanforderungen in Art. 226 MwStSystRL wird auch künftig in der Schweiz auf die Verpflichtung zur fortlaufenden Nummerierung jeder Rechnung, der Nennung der Mehrwertsteuernummer des Leistungsempfängers und auf den Verweis auf die gesetzlichen Grundlagen für steuerfreie Leistungen verzichtet.

 

Im Unterschied zu den umfassenden Formvorschriften für die Rechnungsstellung im 3. Kapitel der MwStSystRL (Art.°217–240°MwStSystRL), welche gem. Art.°178°MwStSystRL Gültigkeitsvoraussetzung für die Vornahme des Vorsteuerabzugs sind, wird gem. Art.°28°Abs.°4°MWSTG das Recht auf Vorsteuerabzug einzig an den Nachweis der korrekten Bezahlung der Vorsteuer durch den Leistungsempfänger an den Leistungserbringer geknüpft. Das Vorliegen einer Rechnung ist nicht mehr unabdingbare Voraussetzung, um den Vorsteuerabzug geltend zu machen. 

   

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8.1 Unrichtiger oder unberechtigter Steuerausweis

 

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