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7.2 Steuersätze

Das Schweizer Mehrwertsteuerrecht kennt insgesamt drei Steuersätze.

 

Der reduzierte Steuersatz von 2,5% findet u.a. Anwendung auf Lieferungen folgender Gegenstände: Wasser in Leitungen, Nahrungsmittel und Zusatzstoffe nach dem Lebensmittelgesetz, Vieh, Geflügel und Fische, Getreide, Medikamente sowie Druckerzeugnisse ohne Reklamecharakter (Art. 25°Abs.°2°MWSTG). Um Abgrenzungsschwierigkeiten zu verhindern, wird nicht mehr von Ess- und Trinkwaren, sondern von Nahrungsmitteln und Zusatzstoffen gemäss Bundesgesetz vom 9. Oktober 1992 über Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände gesprochen, da diesem Gesetz zu entnehmen ist, was alles unter diesen Begriff fällt.

 

Zum Sondersatz von 3,8% steuerbar sind Beherbergungsleistungen. Als Beherbergungsleistung gilt die Gewährung von Unterkunft einschliesslich der Abgabe eines Frühstücks, auch wenn dieses separat berechnet wird (Art. 25°Abs.°4°MWSTG).

 

Die Abgabe von Nahrungsmitteln im Rahmen von gastgewerblichen Leistungen gilt wie heute als zum Normalsatz zu versteuernde gastgewerbliche Leistung. Eine zum Normalsatz steuerbare gastgewerbliche Leistung liegt vor, wenn die steuerpflichtige Person die abgegebenen Nahrungsmittel beim Kunden zubereitet bzw. serviert oder wenn sie für deren Konsum an Ort und Stelle besondere Vorrichtungen bereithält. Der Verkauf über die Gasse sowie Hauslieferungen werden jedoch zum reduzierten Satz besteuert, sofern hierfür geeignete organisatorische Massnahmen getroffen worden sind (Art.°25°Abs.°3°MWSTG).

 

Zur Klarstellung hält Art.°25 Abs.°3 MWSTG neu fest, dass Nahrungsmittel (ausgenommen alkoholische Getränke), die in Verpflegungsautomaten angeboten werden, generell zum reduzierten Steuersatz zu versteuern sind. Auf alle übrigen steuerbaren Umsätze findet der Normalsatz von 8,0% Anwendung (Art.°25°Abs.°1°MWSTG). 

 

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